Die Geschichte Portugals beginnt 2000 vor Christus mit der Besiedlung der Iberer, die wahrscheinlich aus Nordafrika einwanderten.
Nachdem 700 v. Chr. die Griechen in dem Westgebiet Kolonien gründeten, eroberten die Römer dieses bereits 150 Jahre später in dem zweiten Punischen Krieg. Mit beginn der Völkerwanderung wurde das Land allerdings von verschiedenen Völkergruppen, darunter die Westgoten, besiedelt. Doch auch die Araber hatten Interesse an dem Gebiet und eroberten daher 711 das heutige Portugal. Deren Vertreibung begann 11 Jahre später vom Gotenherzog Pelagius und dauerte bis 1492 an.
Im 15. und 16. Jahrhundert stieg Portugal zur führenden Handels- und Seemacht auf und erwarb Kolonien in Südamerika, Afrika, Arabien, Indien und China. Dadurch entwickelte sich Portugal zur Weltmacht und reichsten Nation Europas. Durch große Entdeckungsfahrten kam es auch kulturell zu einem Aufschwung und Portugal wurde die führende See- und Kolonialmacht Westeuropas.
1580 verlor Portugal seine Unabhängigkeit und Spanien übernahm bis 1640 die Regierung. Nachdem Portugal 1807 von napoleonischen Truppen besetzt wurde, kam es 1821 zur liberalen Revolution und das Land erhielt seine erste Verfassung. Es schloss sich ein erbarmungsloser Kampf zwischen den Anhängern des Absolutismus und denen einer konstitutionellen Monarchie an, der von letzteren schließlich gewonnen wurde.
1916 trat das Land in den 1. Weltkrieg ein und kämpfte mit über 100.000 Soldaten gegen das Deutsche Reich. Im 2. Weltkrieg blieb das Land neutral, erlaubte aber den Alliierten die Einrichtung von Militärbasen auf den Azoren.
Seit 1976 Präsidentschaftswahlen durchgeführt wurden und sich der gemäßigte General Eanes durchsetzen konnte, wird Portugal wieder unter einer parlamentarischen Demokratie regiert. Eanes führte das Land schließlich 1986 in die Europäische Gemeinschaf.
